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Chirurgie & Enddarmpraxis, St. Gallen

Chirurgie & Enddarmpraxis

Rorschacher Strasse 152 im Silberturm / Nebengebäude 1 Stock
9006St. Gallen

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071 223 66 76
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Di09:00 - 17:00 Uhr
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Liebe Patientinnen und Patienten,

vielen Dank für Ihr Vertrauen. Ihre Freude und Zufriedenheit , aber auch Ihr Feedback ist unser Ansporn, uns weiter zu verbessern. Wir hoffen, dass Sie sich bei uns medizinisch und menschlich aufgehoben fühlen und gern zu uns kommen.

Es würde uns freuen, wenn Sie uns bewerten könnten. Positive Bewertungen sind heutzutage sehr wichtig für einen Arzt und sein Personal. Viele Patientinnen und Patienten suchen im Internet nach einer Arztpraxis und orientieren sich an Bewertungen.

Leider ist es so, dass die Patienten, die zufrieden sind, uns selten bewerten.

Deshalb möchten wir sie bitten, unsere Arztpraxis zu bewerten. Das würde meinen Mitarbeiterinnen und mir viel bedeuten.

Alles Gute weiterhin Ihr

Team der Chirurgie & Enddarmpraxis Max Kumpfmüller

Der Beckenboden verfügt über eine Muskulatur, die für dessen Stabilität sorgt. So behalten alle sich darin befindlichen Organe wie Gebärmutter und Blase ihre Position. Auch bei Belastungen der Körperregion sorgt die Muskulatur durch reflexartiges Anspannen dafür, dass wir nicht beim Husten und Niesen oder beim Tragen schwerer Gegenstände Urin oder Stuhl verlieren. Bei einer Schwächung der Beckenmuskulatur können die Organe ihre ursprüngliche Position verändern, was zum Beispiel zur Gebärmutter- oder Blasensenkung führen kann.

Folgen der Beckenbodenschwäche

Eine Beckenbodenschwäche hat meistens eine Beckenbodensenkung zur Folge. Dies kann eine Reihe von Beschwerden verursachen. Am häufigsten tritt eine Blasenschwäche auf, die bei Belastungen den Abgang von Urin zur Folge hat. Aber auch Unterleibsschmerzen, Gebärmutter- und Blasensenkung sowie Stuhlinkontinenz sind häufige Begleiterscheinungen.

Behandlung der Beckenbodenschwäche

Es ist normal, dass der Beckenboden im Laufe der Zeit an Stabilität verliert. Aber besonders bei Frauen, die Kinder zur Welt gebracht haben oder unter einer erblich bedingten Bindegewebsschwäche leiden, ist die Beckenbodenschwäche oft sehr ausgeprägt. Viele Frauen leiden dann unter der folgenden Inkontinenz so sehr, dass es sich auf ihr alltägliches und soziales Leben auswirkt.

Bevor die Entscheidung für eine Operation fällt, sollten auch andere Maßnahmen ausgeschöpft werden. Mit einer speziellen Gymnastik zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur können Erfolge erzielt werden, ebenso mit einem gezielten Training der Blase, um die Häufigkeit der Toilettengänge zu reduzieren. Zusätzlich gibt es zu einem Biofeedback training noch eine wirkungsvolle stimulierende Behandlung mit dem Magnetstuhl.
Hierzu kann ich sie gerne beraten und ein Probetraining vereinbaren.
Probetraining vereinbaren

Sollten diese Maßnahmen nicht ausreichen, besteht die Möglichkeit, durch eine rekonstruktive Beckenbodenchirurgie die Beschwerden dauerhaft zu beheben.

Blutungen im Darmbereich äußern sich je nach Ursache als Spuren am Toilettenpapier, als gehäufte Menge im Stuhl oder als Blut am After. Der Ursprung der Blutungsquelle kann im oberen Bereich des Verdauungstraktes, im Mastdarm oder am Darmausgang liegen. Es gibt sehr unterschiedliche Auslöser für Darmblutungen, neben harmlosen kann auch eine ernsthafte Erkrankung dahinterstehen. Suchen Sie darum beim kleinsten Anzeichen von Blutungen aus dem Darmbereich unbedingt Ihren Facharzt auf, um die Ursachen abklären zu lassen!

Ursachen für Darm- und Enddarmblutungen

Es gibt eine Vielzahl an Gründen für die Entstehung von Darmblutungen, die sich je nach Ursache als hellrote Blutungen oder dunkelrote Blutbeimengungen zeigen können. Auch die Begleitsymptome variieren dementsprechend: Häufig klagen die Patienten über Durchfall, Völlegefühl, Blähungen und Juckreiz in der Analgegend.

Die häufigsten Ursachen für Blutungen im Darm- oder Enddarm sind Hämorrhoiden (verdickte Gefäßposter), Analfissuren (Einrisse in der Haut des Afters), Analfisteln (eingekapselte Entzündungen) sowie entzündliche Hautausschläge wie Analekzeme. Darüber hinaus kann aber auch eine Enddarmentzündung sowie Mastdarmkrebs, die zweithäufigste Krebserkrankung, vorliegen. Oft ist auch Stress die Ursache für Darmblutungen. In dem Fall führt die psychische Belastung zu einem Magengeschwür, das die Magenschleimhaut schädigt und sich letztendlich in Magen-Darm-Blutungen äußert.

Behandlung von Darm- und Enddarmblutungen

Entsprechend der Vielzahl an Ursachen für diese Blutungen gibt es vielfältige Therapiemöglichkeiten. Ihr Facharzt kann durch verschiedene Diagnosemöglichkeiten feststellen, wo und in welcher Form die Blutung auftritt und dementsprechende Therapien einleiten. Zum Beispiel ist bei Hämorrhoiden eine Umstellung der Ernährung sowie Gewichtsabnahme angezeigt, eventuell muss aber auch ein chirurgischer Eingriff erfolgen. Bei stressbedingten Blutungen muss zuerst das zugrundeliegende Magengeschwür behandelt werden. Ist eine Krebserkrankung die Ursache, wird das befallene Gewebe operativ entfernt und anschließend eine Chemotherapie eingeleitet.

Der Begriff „Tumor“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Geschwulst“. Zu diesen gehören z.B. Haut, Fett, Abszesse oder Entzündungen. Es handelt sich dabei um körpereigene Zellen, die sich selbständig vermehren und immer weiter wachsen. Tumoren können gutartig (benigne) oder bösartig (maligne) sein. Bösartige Tumoren werden umgangssprachlich auch als Krebs bezeichnet.

Entstehung von Tumoren

Tumoren können an fast allen lebenden Körpergeweben entstehen. Gutartige wachsen in der Regel langsam und bleiben auf einen Ort begrenzt. Bösartige Tumoren wachsen dagegen in das umgebende Gewebe ein und zerstören dessen Aufbau und Funktion. Weitere Zellmutationen können dazu führen, dass Tochtertumoren gebildet werden, die in anderen Organen des Körpers Metastasen bilden. In diesem Stadium ist Krebs oft nicht mehr heilbar, da die Tumorzellen nicht mehr vollständig aus dem Körper entfernt werden können.

Tumoren im Darm

Ein Tumor im Dick- oder Enddarm wächst in der Regel langsam und verursacht bei den meisten Betroffenen lange keine Beschwerden. Darum wird Darmkrebs oft erst sehr spät entdeckt und kann dann nicht mehr erfolgreich behandelt werden. Aus diesem Grund sind frühe Diagnosen im Rahmen von Früherkennungsuntersuchungen, noch bevor der Darmkrebs Beschwerden macht, so wichtig. Nutzen Sie als Patient das gesetzliche Früherkennungsprogramm, das allen gesetzlich und privat Versicherten ab 50 Jahren die Möglichkeit bietet, sich regelmäßig auf Darmkrebs untersuchen zu lassen.

Das Analekzem ist eine Hautirritation am After, die sich durch eine deutliche Rötung der Haut mit nässenden und offenen Stellen äußert. Das Ekzem löst ein unangenehmes Brennen und einen intensiven Juckreiz aus, der kaum zu stillen ist. Besteht das Problem längere Zeit, bilden sich im betroffenen Hautareal weißliche Hautveränderungen und eine Verhärtung der Analfalten.

Ursachen von Analekzemen

Die häufigste Ursache von Analekzemen ist eine übertriebene Hygiene. Zu starkes Reiben mit Toilettenpapier löst Hautreizungen aus, die zu oberflächlichen Verletzungen führen können. Oft zeigt sich dies in kleinen Blutspuren im Toilettenpapier. Die Verwendung von Seife und anderen Kosmetika verschlimmert das Problem noch, da diese Produkte die Haut zusätzlich beanspruchen und austrocknen. Ihre Inhaltsstoffe können durch Bildung von Allergien ein Analekzem sogar auslösen und fördern.

Weitere, oftmals gleichzeitig vorliegende Ursachen sind proktologische Erkrankungen wie Hämorrhoiden, Afterrisse, Analfisteln und chronischer Durchfall.

Behandlung eines Analekzems

Gefährlich sind Analekzeme nur in den seltensten Fällen. Im Gegensatz zu anderen juckenden und nässenden Hauterkrankungen sind sie meistens auch nicht ansteckend.

Liegen proktologische Ursachen für das Ekzem vor, müssen diese vom Facharzt mit behandelt werden. Das Analekzem selbst kann mit Salben und Sitzbädern therapiert werden. Bei ausgeprägten Befunden kann auch eine zeitlich begrenzte Anwendung von kortisonhaltigen Salben notwendig sein.

Ein Analabszess entsteht durch eine eitrige Entzündung von Drüsen, in dessen Folge sich ein Hohlraum im Bereich des Afters bildet, der mit Eiter und entzündlicher Flüssigkeit gefüllt ist. Der Abszess verursacht Beschwerden beim Laufen oder Sitzen. In vielen Fällen entsteht aus einem Analabszess eine Analfistel.

Symptome bei einem Analabszess

Aufgrund der Entzündung ist die Haut am After angeschwollen und gerötet. Dadurch entstehen Druckschmerzen beim Sitzen oder Laufen, ebenso ist der Stuhlgang oft mit starken Schmerzen verbunden. Der Abszess kann bei den Betroffenen gegebenenfalls auch Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl auslösen. Manchmal öffnet sich der Abszess von allein, so dass eitrige Flüssigkeit austritt. Der austretende Eiter führt dann zu Hautirritationen und starkem Juckreiz im Afterbereich.

Behandlung bei einem Analabszess

Analabszesse werden je nach Lage entweder durch körperliche Untersuchung, Ultraschall oder durch eine Spiegelung des Analkanals diagnostiziert. Je nach Ausprägung des Abszesses gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten:

Kleinere und größere Abszesse werden meist ambulant in Lokalanaesthesie minimal invasive eröffnet, gesäubert und drainiert. Anschließend erfolgt eine Fistelsuche (siehe Analfistel).

 

Analfisteln sind entzündliche röhrenförmige Verbindungen, die sich zwischen Drüsen am Ende des Verdauungstraktes und der Hautoberfläche in der Umgebung des Analkanales ausbilden. Sie entstehen als Folge von Analabszessen und sind meistens sehr schmerzhaft.

Symptome von Analfisteln

Neben dem starken Schmerzempfinden haben die Betroffenen oft Fieber und klagen über Rötungen und Schwellungen im betroffenen Areal, verbunden mit dem Austreten von eitrigem Sekret aus der Fistelöffnung. In schweren Fällen kann es sogar zu einer Blutvergiftung kommen.

Behandlung von Analfisteln

Analfisteln verlaufen häufig als Strang und können durch Abtasten oder mithilfe einer kleinen Sonde diagnostiziert werden. Sie müssen grundsätzlich chirurgisch entfernt werden. Dafür gibt es je nach anatomischer Situation des Patienten verschiedene OP-Verfahren. Grundsätzlich wird dabei die Fistel zunächst eröffnet und drainiert, ggf. kann sie je nach Befund direkt gespalten werden. Nach der Drainage erfolgt in einem zweiten Schritt nach frühestens 8 Wochen die endgültige Versorgung. Oberste Priorität bei dem Eingriff hat es, den Schließmuskelapparat so wenig wie möglich zu schädigen.

Operationsmethoden: z.B. Sphinkternaht, LIFT, Mukosaflap, Laser (www.fcaresystem.com) usw.

Gerne können wir sie hierzu individuell beraten.

Inkontinenz beschreibt die fehlende oder mangelnde Fähigkeit des Körpers, Harn oder Stuhl zu halten und kontrolliert abzugeben. Von diesem Problem, in erster Linie von der Harninkontinenz, sind Millionen von Menschen in Deutschland betroffen. Häufig führt es dazu, dass sich die Betroffenen aus Angst vor Missgeschicken zurückziehen und in der Folge unter Vereinsamung, Angstzuständen und Depressionen leiden.

Ursachen der Inkontinenz

Inkontinenz kann in allen Altersstufen auftreten, besonders die Harninkontinenz nimmt jedoch im Alter stark zu. Eine Blasenschwäche kann unterschiedliche Ursachen haben. Häufig führen Krankheiten an den Organen wie Blasensteine, eine Verengung der Harnwege oder bei Männern eine vergrößerte Prostata zu einer überaktiven Blase mit großem Harndrang.
Auch zu schwache Nervenimpulse können dazu führen, dass Betroffene nicht mehr in der Lage sind, ihren Harndrang zu kontrollieren. Häufig ist dies eine Folgeerscheinung von Krankheiten wie Multipler Sklerose und Alzheimer oder tritt nach Schlaganfällen oder bei Querschnittslähmungen auf. Ebenso können bestimmte Medikamente wie Betablocker die Inkontinenz fördern.

Behandlung der Inkontinenz

Hier gibt es keine pauschalen Therapieempfehlungen. Eine Behandlung muss individuell an Ursache, Art und Ausmaß der Beschwerden angepasst werden. Eingesetzt werden zum Beispiel Beckenbodentraining, medikamentöse Therapien und operative Verfahren. Auch spezielle Inkontinenzhilfsmittel wie Einlagen oder Pants stehen zur Verfügung. Oft werden verschiedene Therapiebausteine miteinander kombiniert.
Gerne können wir Sie hierzu beraten.

Weitere Informationen zur Therapie finden Sie hier:
https://pelvipower.de/

Von einer Obstipation, also einer Verstopfung, spricht man, wenn der Stuhl seltener als gewohnt entleert werden kann oder die Stuhlentleerung erschwert ist. Häufig gehen damit weitere Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen und Völlegefühl einher.

Eine gelegentliche Verstopfung, die von selbst wieder vergeht, ist kein Grund zur Beunruhigung. Sollte sie jedoch sehr oft auftreten oder chronisch werden, sollte unbedingt eine Behandlung eingeleitet werden, nicht zuletzt auch deswegen, weil sie die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigt. Als Richtwert für eine chronische Verstopfung gilt: Wenn weniger als drei Stuhlgänge pro Woche stattfinden und die Beschwerden mehr als drei Monate andauern, spricht man von einer chronischen Erkrankung.

Ursachen einer Verstopfung

Die häufigsten Ursachen für Verstopfung sind vor allem ballaststoffarme Ernährung, unzureichende Flüssigkeitszufuhr und Bewegungsmangel. Aber auch ein Unterdrücken des natürlichen Stuhlganges im Alltag, bestimmte Medikamente (z.B. Bluthochdruckmedikamente und Eisenpräparate) sowie psychische Ursachen wie Depressionen und Stress können der Auslöser sein.

Behandlung einer Verstopfung

Um eine Verstopfung richtig zu therapieren, müssen zunächst die Ursachen dafür erfasst werden. Häufig zeigt eine Änderung des Lebensstils Wirkung: Eine Erhöhung des Ballstoffanteils in der Ernährung, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sowie regelmäßige Bewegung können helfen.

Wenn diese Maßnahmen nicht zum Erfolg führen, können zum Beispiel rektale Entleerungshilfen in Form von Zäpfchen oder Einläufen sowie orale Abführmittel eingesetzt werden. Als letzte therapeutische Maßnahme kann auch ein operativer Eingriff erfolgen.

Der Sinus pilonidalis ist eine häufig auftretende chronisch-entzündliche Erkrankung der Gesäßfalte, auch Steißbeinfistel genannt. Sie tritt besonders häufig bei jungen Männern und Frauen auf. Ausgelöst wird das Problem durch in die Haut einwachsende Haare, die zu Entzündungen, Abszessbildungen und chronischer Fistelbildung führen kann.

Behandlung des Sinus pilonidalis

Dafür stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. In unkomplizierten Fällen wird eine minimal invasive Methode Pit-Picking verwendet. Ein schonendes, erfolgreiches Verfahren, das die oft belastenden postoperativen Auswirkungen der herkömmlichen Methoden vermeidet. Bei einer ausgeprägteren Form oder bei Wiedererkrankung wird eine erweiterte Entfernung des Gewebes vorgenommen. Dabei heilt die Wunde anschließend von außen nach innen, sodass ein erneutes Auftreten der Erkrankung nur sehr selten vorkommt.

Im Rahmen der Eröffnung meiner chirurgischen Praxis im Silberturm möchte ich mich sehr gerne bei Ihnen vorstellen:

Geboren und aufgewachsen in der Nähe des Chiemsees / Bayern absolvierte ich meine Medizinausbildung in München und Berlin. Die weiteren Wege zur Spezialisierung zum Chirurgen und Proktologen
führten mich über Süddeutschland in die chirurgische Abteilung des Darm-, und Hernienzentrums am Niederrhein, wo ich zuletzt als ärztlicher chirurgischer Leiter der allgemeinchirurgischen Ambulanz auch die proktologische Sprechstunde übernommen hatte.

Dabei konnte ich wertvolle Erfahrungen in der chirurgischen Diagnostik und Therapie von allgemeinchirurgischen und unfallchirurgischen Erkrankungen und deren operativen Versorgung sammeln.
Anfang Mai 2016 bekam ich die Gelegenheit meine chirurgische Praxis in St. Gallen im Silberturm neu zu eröffnen. Seit dem 01.05.2017 bin ich neben der Thurklinik / Uzwil auch im Spital Herisau und in der Tagesklinik im Silberturm als Belegarzt tätig.

Gerne biete ich Ihnen auf dem Gebiet der Chirurgie als auch der Proktologie, nach vorangegangener spezieller Diagnostik, eine umfangreiche Beratung zu den Therapiemöglichkeiten an.

In Zusammenarbeit mit den Hausärzten sowie den Kollegen aus der Gastroenterologie, Urologie, Gynäkologie als auch den Physiotherapieabteilungen, möchte ich besonders die Patienten ansprechen, die Probleme mit Ihrem Beckenboden haben.

Dies umfasst auch die individuelle Behandlung von Inkontinenzpatienten. Dabei erläutere ich Ihnen gerne die modernen chirurgischen als auch konservativen innovativen Behandlungsoptionen.

Eine Operation der Steissbeinfistel kann erforderlich sein.

Herkömmliche Operation

Bei der klassischen Operation wird die Fistel meist mit Methylenblau gefärbt, um das gesamte betroffene Gewebe grossflächig zu entfernen. Die Operation erfolgt in der Regel unter Narkose, in weniger schweren Fällen auch unter örtlicher Betäubung. In der Regel wird die Wunde offen gelassen, es werden Rezidivraten (Wiederauftreten der Erkrankung) von bis zu 20 Prozent angegeben. Ein Wundverschluss hat eine hohe Rate an Wundheilungsstörungen (40 Prozent).

Pit-Picking (Methode nach Bascom)

Beim „Pit-Picking“ werden nur die kleinen Ausgangspunkte der Entzündung, die eingewachsenen Haarfollikel („pits“) ausgeschnitten. Die Fistel wird unter Schonung des umgebenden Gewebes freipräpariert. Eine radikale Ausschneidung findet meist nicht statt.

Operation nach Karydakis

Bei diesem alternativen Operationsverfahren wird ein Haut-/Unterhautlappen nach Ausschneiden des erkrankten Gewebes auf die Gegenseite gezogen und hierdurch die Gesässfalte aus der Mittellinie genommen und flacher. Es gibt mehrere Varianten dieser Operationsmethode bis hin zu aufwändigen Lappenplastiken, die die Wunde bzw. Narbe aus der Mittellinie verlagern, um Wundheilungsstörungen und Wiederauftreten der Erkrankung zu verhindern.

Bei schweren Mastdarmvorfällen oder oder nicht erfolgreichen Mukosaraffung wird eine Operation notwendig. Die Behandlung kann sowohl vom Bauch aus als auch vom Enddarm aus erfolgen. Neben der Ausprägung und den Untersuchungsbefunden muss bei der Entscheidung für die jeweilige Operation vor allem auch das Alter des Patienten und dessen körperliche Verfassung berücksichtigt werden.

Rektopexie

Beim Verfahren mittels Bauchschnitt wird der Enddarm rundherum freigelegt, gestrafft und am Kreuzbein befestigt (Rektopexie). Dies erfolgt immer häufiger laparoskopisch z.B.OP nach D’Hoore, also ohne größere Bauchschnitte. Bei Patienten mit chronischer Verstopfung kann gegebenenfalls gleichzeitig eine Teilentfernung des Dickdarmes erfolgen.

Operation vom After aus

Bei einer Operation vom After aus gibt es mehrere Möglichkeiten. Für eine transanale Resektion (z.B. Altemeier, STARR, Transtar) wird zum Beispiel der herausgetretene Darm abgeschnitten. Dabei entstehen zwei Enden des Darms, die zurückgeschoben und wieder vernäht werden. Vorteile dieser Operationen vom After aus sind die schnelle Genesung nach dem Eingriff und ein kurzer Krankenhausaufendhalt. Der Nachteil ist, dass es etwas häufiger, als beim Vorgehen vom Bauch aus, zu einem erneuten Auftreten des Mastdarmvorfalles kommen kann.

Rekonstruktion des Schliessmuskels

Eine Sphinkterplastik (Schliessmuskelrekonstruktion) wird durchgeführt, um den Schliessmuskel nach Trauma oder bei einer Entbindung verursachten Verletzung wieder herzustellen. Auch bei einer früher durch die Behandlung einer Analfissur mittels Sphinkterotomie entstandenen Defekts kann dieses Verfahren zur Anwendung kommen.

Elektrische Stimulation der Beckenbodennerven

In einer Operation werden Elektroden im Bereich des Nervengeflechtes des Sakralmarkes eingebracht. Diese stimulieren die Nervenwurzeln elektrisch. Dadurch ziehen sich Schliessmuskel und Beckenbodens zusammen, mit der Folge, dass der Schliessmuskel dicht hält.

Ersatz des Schliessmuskels

Bei dieser Operation wird als künstlicher Schliessmuskel eine Manschette um den After gelegt, die mit Flüssigkeit gefüllt wird. Mittels eines kleinen Pumpensystems kann der Patient den Ballon füllen oder leeren und damit die Stuhlentleerung ermöglichen.

Künstlicher Darmausgang

Diese Operation, bei der ein Teil des Dickdarms mit der Bauchdecke verbunden wird, kommt als letzte Massnahme in Frage. An diesem künstlichen Darmausgang durch die Bauchdecke (Stoma oder Kolostoma genannt) wird ein Beutel angebracht, der den Stuhl auffängt.

Abszessspaltung / Fistelfreilegung

Ein Abszess am After (Analabszess) muss operiert werden. Die Abszesshöhle wird hierbei meist in Vollnarkose geöffnet, damit der Eiter abfliessen kann. Die Öffnung sollte nicht zu klein sein, damit eine ausreichende Drainage für einige Tage gewährleistet ist. Es erfolgt eine Untersuchung des Enddarms, um eine zugrundeliegende Analfistel zu identifizieren. Wird ein Fistelgang gefunden, dann kann dieser in der gleichen Sitzung gespalten oder durch eine Silikondrainage markiert werden. Über einen Zeitraum von 4-6 Wochen heilt die Wunde ab.

Fistelspaltung

Die Fistel wird gespalten, dies ermöglicht einen optimalen Zugang auf den Fistelverlauf. Dann wird das Fistelgewebe vollständig ausgeschnitten. Die durchtrennte Schliessmuskelfunktion kann durch Nähte wieder verschlossen werden. Die offene Wunde heilt über 4-6 Wochen.

Fisteldrainage

Eine lockere Fadendrainage mit einem dünnen Silikonschlauch ist eine Massnahme, mit der die akute Entzündung der Fistel bis zu einer definitiven Operation zum Abklingen gebracht werden kann. Das Sekret kann entlang der Drainage abfliessen, die Bildung von Eiter wird verhindert.

Plastische Operationsverfahren

In schwierigen Fällen ist es sinnvoll, die Reparation durch Eigengewebe, z.B. Muskel-Fettgewebe vom Damm, zu verstärken.

Sollte die Analfissur, ein schmerzhafter Schleimhautriss des Afters, nach konservativer Behandlung nicht heilen oder ist eine Fistel oder sogar ein Abszess entstanden, ist eine Operation angeraten.

Fissurektomie

Bei der Fissurektomie wird die chronisch bestehende Fissur mitsamt den entzündlichen Veränderungen (Fissurkomplex) ausgeschnitten. Eine flache Wunde entsteht, die allmählich abheilen kann. Es werden alle Wülste und die typische Falte am Aussenrand des Risses (Vorpostenfalte) entfernt. Eine kleine Drainagewunde erleichtert den Sekretabfluss. Ein leichtes Nässen der Wunde ist in der etwa 4 – 8 Wochen dauernden Abheilungszeit normal. Wichtig ist in den ersten zwei Wochen eine hinreichende Schmerztherapie. Die Operation kann ambulant oder stationär durchgeführt werden.

Die schonende minimalinvasive Therapie der Hämorrhoiden mittels Radiofrequenz kann ambulant in Lokalanästhesie durchgeführt werden.

Der besondere Vorteil zu den übrigen operativen Verfahren sind die wenigen Beschwerden und die schnellere Rehabilitation nach der OP. Je nach Tätigkeiten kann ein Arztzeugnis ausgestellt werden.

Vorteile

  • minimal-invasiv und risikoarm
  • maximale Schonung des Schließmuskels
  • Erhalt der Kontinenz
  • sehr komplikationsarm
  • kurze Behandlungsdauer
  • verkürzte Rekonvaleszenz
  • efektiv und schmerzfrei
  • keine Laserschutzrichtlinien
  • hohes Maß an Sicherheit

Über F Care Systems

F Care Systems ist ein ISO- und CE-zertifziertes Unternehmen im Bereich der Medizintechnik (ISO 9001 und 13485) mit Hauptsitz in Antwerpen (Belgien).
Nach mehr als 15 Jahren Know-How im Bereich der Radiofrequenztherapie zur thermischen Verödung von Gefäßen und Venen wurde 2013 das Therapiespektrum um die Hämorrhoiden- und Analstel-Therapie erweitert.

Die weltweit vertriebenen medizinischen Geräte werden in Belgien produziert, die hochwertigen Katheter und Sonden in der Schweiz.

Studienergebnisse, Infos und Demo-Videos fnden Sie unter www.fcaresystems.com.
Zur Internetseite

Radiofrequenzablation (Rafael-Prozedur) zur Therapie von prolabierenden Hämorrhoiden (https://www.springermedizin.de)

Ablauf

Ausschneiden des Hämorrhoidalknotens

Die Ausschneidung des Hämorrhoidalknotens ist die konventionelle Operationsmethode bei Hämorrhoiden. Hierbei wird der Knoten abgebunden und durch einen Schnitt am After oder im Afterkanal unter rückenmarksnaher Betäubung oder Allgemeinnarkose entfernt. Hier kommen verschiedene Techniken, z.B. nach Milligan-Morgan, Ferguson und Parks, zum Einsatz. Meist wird die entstehende Wunde offen gelassen, um Wundheilungsstörungen vorzubeugen. Je nach Ausmass ist sowohl eine ambulante als auch eine stationäre Operation möglich.

Wundheilung

Nach der Operation ist eine adäquate Schmerztherapie von essentieller Bedeutung, da die Analschleimhaut äusserst sensibel ist. Die Wundheilung dauert zwischen vier und sieben Wochen. Nach dem Stuhlgang sollte die Afterregion abgeduscht und es sollten antiseptische Verbände eingelegt werden.

Andere Operationen bei Hämorrhoiden

Ein weiteres operatives Verfahren ist das Raffen der Hämorrhoidalknoten mit der Hämorrhoiden-Arterien-Ligatur und Rekto-analer Rekonstruktion (HAL-RAR) oder durch Klammernaht (Longo-Operation). Eine der modernsten Techniken ist das Schrumpfen und Fixieren der Hämorrhoidenknoten von innen mit der Rafaelotherapie.

Stationäre Operationen erfolgen in der angeschlossenen Thurklinik und in dem Spital Herisau, wo ich als Belegarzt tätig bin. Dort operieren wir die Patienten, die aufgrund des Alters oder Vorerkrankungen nicht ambulant versorgt werden sollten oder wo die Schwere des Eingriffs die ambulanten Möglichkeiten übersteigt. Fachärzte auch anderer Disziplinen stehen Ihnen hier, im seltenen Notfall, rund um die Uhr zur Verfügung.

Schwierige proktologische Eingriffe

Unter stationären Bedingungen können insbesondere schwierigere proktologische Eingriffe als auch beispielsweise Operationen bei Gallenstein erbracht werden. Bei Gallensteinleiden oder einer akuten Blinddarmentzündung führen wir eine laparoskopische Operation durch.

Nach der Operation

Treten Zuhause Probleme auf, z.B. Schmerzen oder Blutung, sollten Sie uns in der Praxis anrufen oder sich ausserhalb unserer Öffnungszeiten an die Notambulanz wenden.

Sollte nach Ausschöpfung konservativer Behandlungsmassnahmen eine Operation anzuraten sein, ist oft eine ambulante Versorgung möglich. Diese kann mit Kaudaler Epiduralanästhesie oder Lokalanästhesie in in meiner Praxis oder in der angeschlossenen Thurklinik, Tagesklinik im Silberturm und in dem Spital Herisau durchgeführt werden.

Kaudale Epiduralanästhesie

Bei diesem Verfahren wird nach örtlicher Betäubung der Einstichstelle am Steissbein das örtliche Betäubungsmittel (Lokalanästhetikum) in den Wirbelkanal eingespritzt und so die Schmerzempfindung im Operationsgebiet unterdrückt. Die Afterregion und teilweise die Beine werden betäubt. Die Wirkung tritt in wenigen Minuten ein und hält etwa zwei Stunden an. Nach der Operation bleiben Sie solange in der Praxis, bis Sie wieder laufen können. Das Autofahren ist für zwölf Stunden untersagt, Sie sollten sich abholen lassen.

Lokalanästhesie

Kleinere Operationen sind auch mit Lokalanästhesie möglich. Hier wird nur der Nerv oder die Gruppe von Nerven des Operationsgebietes betäubt, um eine Schmerzfreiheit zu erreichen. Dies geschieht durch die Verabreichung eines örtlichen Betäubungsmittels (Lokalanästhetikum), welches die Schmerzempfindung für längere Zeit blockiert. Je nach Grösse des Eingriffs können Sie die Praxis anschliessend sofort wieder verlassen.

Unter Stuhlinkontinenz versteht man die fehlende Kontrolle über Darmgasabgänge sowie flüssige und feste Stuhlgänge. Die Schwere der Erkrankung reicht von der Unfähigkeit, Winde zu kontrollieren bis zu einer schweren Halteschwäche. Urin- und Stuhlinkontinenz verschlimmern sich mit zunehmendem Alter.

Ursachen für Stuhlinkontinenz

Verletzungen während der Entbindung sind eine häufige Ursache für die Erkrankung. Hierbei kann der Schliessmuskel durchtrennt und die Haltekraft geschwächt werden oder es kann zu Nervenverletzungen kommen. Ebenso können Operationen oder Infektionen im Afterbereich den Schliessmuskel verletzen und damit die Stuhlkontrolle erschweren. Zudem wird mit zunehmendem Alter die Kraft des Schliessmuskels schwächer.

Ärztliche Untersuchung

Zunächst wird die individuelle Krankengeschichte erhoben. Es erfolgt eine genaue Untersuchung der Afterregion. Funktionstests (Manometrie) können durchgeführt werden und eine Ultraschalluntersuchung erfolgen.

Behandlung der Stuhlinkontinenz

Leichte Stuhlhalteschwächen können mittels einer Ernährungsumstellung und stopfenden Medikamenten oft kuriert werden. Ein Muskelaufbautraining wirkt hierbei unterstützend. Eine effiziente Therapie der Schliessmuskeln ist das Biofeedbacktraining. Hierbei wird der Schliessmuskel über eine in den After eingeführte Sonde mithilfe eines Trainingsgerätes aktiv beübt.

Operativ kann der Schliessmuskel wieder vernäht und gerafft werden, zum Beispiel bei einer Schliessmuskelverletzung nach einem Dammriss unter der Geburt. Es kann auch ein Schrittmacher für den Schliessmuskel eingepflanzt werden (sakrale Nervenstimulation).

Zur Unterstützung der bisherigen konservativen Therapieverfahren (z.B. Biofeedback mit Sonde) steht als weitere Alternative zur operativen Vorgehensweise seit jüngster Zeit die nichtinvasive Neuromodulation durch den Magnetstuhl zur Verfügung. Hier erhalten Sie Informationen zu Biofeedbacktraining.

Durch eine hohe Feldstärke von ca. 2 Tesla kommt es zu einer schmerzlosen Muskelkontraktion und Stärkung im Beckenboden.

Gerne Terminvereinbarung über unsere Praxis – Anmeldung: Tel: 0712236612

Bevor wegen Stuhlinkontinenz operiert wird, sollten zunächst herkömmliche Massnahmen ausgeschöpft werden.

Beckenbodengymnastik

Beckenbodenübungen können die Fähigkeit, den Stuhl zu kontrollieren, verbessern. Denn der abgesunkene Beckenboden (z.B. nach Schwangerschaften) stört den Schliessmechanismus des Afters.

Kräftigung des Schliessmuskels

Kneifübungen kräftigen den Schliessmuskel. Diese können mehrfach über den Tag verteilt mehrere Minuten lang durchgeführt werden. Beim Biofeedbacktraining wird der Schliessmuskel aktiv trainiert, dank Biofeedback werden die Kontraktionen optisch und akustisch sichtbar. Mit einem Heimgerät kann das Training Zuhause durchgeführt werden.

Hämorrhoiden behandeln

Hämorrhoiden können die Feinkontinenz behindern. Sie sollten behandelt werden, eventuell durch Verödung oder Abbindung.

Verfestigung oder Verdünnung des Stuhls

Ein flüssiger Stuhl, z.B. durch häufige Durchfälle, kann schlechter zurückgehalten werden, als ein fester. Die Konsistenz des Stuhls sollte daher beeinflusst werden. Dies kann durch die Einnahme von Flohsamenschalen geschehen, die den Stuhl voluminöser machen.

Entsteht die Stuhlinkontinenz durch Verstopfung und Entstehung von Kotsteinen, müssen stuhlverflüssigende Massnahmen erfolgen.

Weitere Informationen zur Therapie finden Sie hier:
https://pelvipower.de/

Verödungsbehandlung

Bei der Verödung (Sklerosierung) handelt es sich um einen ambulanten Eingriff, bei dem ein Medikament tropfenweise in oder über die vergrösserten Hämorrhoidalpolster gespritzt wird. Dieses löst eine Entzündungsreaktion aus, das Gewebe vernarbt und schrumpft nach einigen wenigen Behandlungen auf die ursprüngliche Grösse. Die Beschwerden gehen dann rasch zurück. Die Behandlung wird oft zusammen mit einer Gummibandabbindung durchgeführt. Meist werden erstgradig vergrösserte Hämorrhoiden verödet.

Risiken

Die Behandlung geht schnell und ist in der Regel schmerzlos. Es treten kaum Blutungen auf, daher kann die Therapie auch bei Einnahme blutverdünnender Mittel ohne grosse Schwierigkeiten erfolgen.

Nach der Behandlung

Der Patient kann nach der Behandlung die Praxis verlassen und in der Regel besteht am nächsten Tag wieder Arbeitsfähigkeit.

Gummiring-Abbindung

Bei der Gummiring-Abbindung (Ligaturbehandlung) wird über eine grössere Hämorrhoide ein kleiner Gummiring gestülpt. Dieser lässt das abgebundene Gewebe absterben und fällt dann nach einigen Tagen mit dem Gewebe ab. Das Hämorrhoidalgewebe ist dadurch deutlich verkleinert. Die entstandene Abstossungswunde vernarbt innerhalb von drei Wochen.

Direkt nach der Behandlung

Die Behandlung ist in der Regel schmerzfrei. Gelegentlich kann es aber in den ersten Stunden zu einem Druck- oder Fremdkörpergefühl kommen. Leichte Blutungen können vorkommen und sind harmlos. Sollten in sehr seltenen Fällen starke Schmerzen oder starke Nachblutungen auftreten, wenden Sie sich bitte sofort tagsüber telefonisch an uns oder ansonsten an die nächstgelegene chirurgische Klinik.

Bis zu drei Wochen nach der Behandlung

In den ersten drei Wochen nach der Behandlung sollten Sie keine blutgerinnungshemmenden Medikamente, wie z.B. Aspirin, einnehmen. Harten Stuhlgang und Pressen sowie starke körperliche Anstrengungen sollten Sie vermeiden. Einige Wochen nach der Ligaturbehandlung sollten Sie keine Fernreisen unternehmen und nicht in die Sauna oder dergleichen gehen.

Verstopfung

Die Häufigkeit des Stuhlgangs ist individuell verschieden und von vielen Faktoren abhängig, wie zum Beispiel Alter und Ernährung. Von einer Verstopfung (Obstipation) spricht man erst bei weniger als 3 Stuhlgängen pro Woche, das heisst, wenn es zu selten zu einer Stuhlentleerung kommt oder diese unvollständig erfolgt.

Stuhlregulation

Wenn der Darm träge wird, kann meist durch eine ballaststoffreiche Kost, eine ausreichende Trinkmenge (mindestens 1,5 Liter pro Tag) und tägliche Bewegung Abhilfe geschaffen werden. Stellen Sie Ihre Ernährung schrittweise über mehrere Tage und Wochen auf eine ballaststoffreiche Kost um. Es empfiehlt sich der Verzehr von Vollkornbrot, Vollkornprodukte (ungeschälter Reis, ;Vollkornnudeln), Zerealien auf Vollkornbasis, viel Obst und Gemüse sowie Sauermilchprodukte (Joghurt, Quark).

Flohsamenpräparate

Flohsamengranulat, ein weisses Pulver, ist ein löslicher Ballaststoff, der den Stuhlgang durch Wasserbindung im Darm weicher macht. Dieser kann ohne Pressen entleert werden und hilft dabei, dass sich Beschwerden am After, wie z.B. Hämorrhoiden, nicht weiter verschlechtern bzw. lindern.

Lindernde Salben

Für anale Beschwerden gibt es eine Vielzahl in den Apotheken frei verkäufliche Salbenpräparate. Die teilweise pflanzlichen Inhaltsstoffe sollen den Juckreiz lindern und abschwellend auf die Hämorrhoiden wirken. Zur Erstversorgung können Sie diese versuchen. Einige Salben enthalten Beimengungen eines Lokalanästhetikums. Hierdurch kann bei schmerzhaften Schwellungen lokal eine Symptomlinderung erreicht werden. Gehen die Beschwerden nach einigen Tagen nicht zurück, sollten Sie aber zum Arzt gehen.

Verordnete Präparate

Kortisonhaltige Salben gibt es nur auf Rezept des Arztes. Sie werden bei quälendem Juckreiz eingesetzt und sollten nicht länger als 7-10 Tage zum Einsatz kommen. Präparate, die Antibiotika oder Antimykotika (gegen Pilze) enthalten, müssen ebenfalls verordnet werden.

Kompressen

Juckreiz am After entsteht oft durch Reizungen, wenn Schleim und Sekret aus dem Mastdarm unbemerkt austritt. Eine weiche Kompresse direkt am After saugt die Feuchtigkeit auf und kann das Einwirken von Salben verbessern, da die Präparate vor Ort bleiben.

Hier finden Sie einige Tipps zur Analhygiene:

Idealerweise sollte der After nach dem Stuhlgang mit Wasser abgeduscht werden. In Deutschland sowie in den meisten europäischen Ländern haben nur wenige ein Bidet oder eine Duschtoilette im Bad. In anderen Kulturen (z.B. Japan) gehören diese zum Alltag.

Nur mit Wasser waschen – ohne Seife

Bei uns wischen die meisten den Stuhlgang mit mehr oder weniger weichen Papiertüchern ab und verschmieren diesen dabei auf der Haut. Besser wäre, es käme nur Wasser an den After. Seife sollte nicht verwendet werden, da diese teilweise das Hautmilieu zerstört. Es sollten auch keine Feuchttücher verwendet werden, da darin enthaltenen Konservierungsstoffe die natürliche Hautflora zerstören oder sich Allergien entwickeln können.

Mögliche Techniken ohne Bidet oder Dusch-WC

Es empfiehlt sich, nach dem Stuhlgang zu duschen oder den After mit der Handbrause abzuspülen. Falls dies nicht möglich ist, helfen unterwegs auch mit Wasser getränkte Papiertaschentücher.

Darmkrebsvorsorge

Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebsarten in der Schweiz. Er bleibt lange ohne Symptome. Wird er frühzeitig erkannt, ist er zu über 90 Prozent heilbar. Daher wird ab Vollendung des 50. Lebensjahres die Vorsorgekoloskopie angeboten. Ist die Untersuchung unauffällig, wird nach 10 Jahren eine Kontrolle durchgeführt.

Hämocculttest

Zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr sollte jährlich ein Test auf verborgenes Blut im Stuhl (Hämoccult) durchgeführt werden, der auch sehr kleine, mit dem blossen Auge nicht sichtbare Mengen Blut erkennt. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten des Tests. Ziel ist die Früherkennung von Darmkrebs und von Darmpolypen, die häufig eine Vorstufe des Darmkrebses sind.

Positiver Hämocculttest

Ist der Hämocculttest positiv, bedeutet das nicht automatisch, dass Sie Darmkrebs haben. Hämorrhoiden oder Nahrungsmittel können einen so genannten falsch positiven Test bedingen. Auf jeden Fall sollte bei einem positiven Test eine Darmspiegelung erfolgen.

Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes, Mastdarms und Afterkanals

Ultraschalluntersuchungen

Mit Ultraschall können Tumore, Gefässanomalien, Flüssigkeitsansammlungen und die genaue Konfiguration der meisten Organe festgestellt werden. Gerade die Organe des Bauches lassen sich mit dieser ungefährlichen Untersuchungsmethode ausgezeichnet darstellen. Ultraschall-Untersuchungen sind praktisch risikofrei, weil dabei keine gefährlichen Strahlen ausgesendet werden. Es können somit akute Erkrankungen z.B. der Gallenblase, akute Blinddarmentzündung und Darmentzündung entdeckt und die notwendige Therapie eingeleitet werden.

Untersuchung des Bauchraumes

Der Bauchraum wird bei Bauchbeschwerden und zur Vor- oder Nachsorge bei Krebserkrankungen untersucht.

Anale Endosonographie

Die Ultraschalluntersuchung des Mastdarms und Afterkanals, die sog. Anale Endosonographie, kommt bei Stuhlinkontinenz, analen Fisteln oder Abszessen und unklaren analen Schmerzen zum Einsatz. Die Endosonographie wird ausserdem bei der Erstdiagnostik bei Mastdarm- und Afterkanalkrebs und gegebenenfalls auch in der Nachsorge angewandt. Eine dünne Ultraschallsonde wird hierbei über den After in den Darm eingeführt. Vor der Untersuchung muss der Mastdarm mit einem kleinen Einlauf gereinigt werden. Die Untersuchung ist in der Regel nicht schmerzhaft.

Was ist anale Manometrie?

Unter analer Manometrie versteht man die Messung der Drücke im Analkanal und im Mastdarm. Bei diversen Erkrankungen, wie der Stuhlinkontinenz, bei Stuhlentleerungsstörungen oder bei Operationen am Schliessmuskelapparat, ist diese Untersuchung angezeigt.

Druckmessung des Afterschliessmuskels

Hierbei wird ein mit Gleitgel versehener Katheter mit zwei Ballons in Seitenlage über den After eingeführt. In Untertests werden die Funktionen des Afterschließapparates getestet sowie Reflexe und die Dehnungsfähigkeit des unteren Mastdarmes untersucht. Es wird dokumentiert, wann ein Ballon beim Aufblasen im Mastdarm wahrgenommen wird, der Stuhldrang einsetzt und wie sich der Schließmuskel auf diesen Reiz verhält. Am Ende des Testes werden Sie angehalten einen Luftballon aufzublasen, um zu sehen, ob der Schließmuskel sich reflexartig zusammenzieht. Ihre Mitarbeit ist bei der Untersuchung von entscheidender Bedeutung!

Zwei Untersuchungsarten

Defäkographie ist die Analyse der Darmentleerung und des Beckenbodens. Diese Untersuchung wird erforderlich bei Mastdarmvorfall, Stuhlentleerungsstörungen oder komplexen Beckenbodenerkrankungen und kann mittels Röntgendurchleuchtung (konventionelle Defäkographie) oder MRT erfolgen. Ihr Arzt wird Ihnen je nach Befund zur einen oder anderen Untersuchung raten.

Konventionelle Defäkographie

Sie bekommen einen Kontrastmitteleinlauf (Barium) verabreicht. Dann müssen Sie auf einer für Röntgenstrahlen durchlässigen Toilette den Anweisungen des Röntgenarztes / der Röntgenärztin folgen (Kneifen, Pressen und den Einlauf entleeren). Der Vorgang der Stuhlentleerung wird in Durchleuchtung gefilmt und bietet eine sehr gute Darstellung des Mastdarmes und evtl. Mastdarmvorfalles in relativ natürlicher Position für die Stuhlentleerung. Nachteile sind Strahlenbelastung und die fehlende Darstellung der anderen Beckenorgane.

MRT

Der Radiologe analysiert die Darmentleerung bei liegenden Patienten mittels MRT. Es wird Ihnen ein Kontrastmitteleinlauf (wässriges Gel) verabreicht. Sie werden dann in die MR Röhre gefahren und müssen dort den Anweisungen des Röntgenarztes / der Röntgenärztin folgen (Kneifen, Pressen und den Einlauf entleeren). Das Kontrastmittel muss in eine Windelhose entleert werden. Sie haben bei dieser Untersuchung keine Strahlenbelastung und alle Beckenorgane des Pressvorganges werden dargestellt. Eine sogenannte Enterozele (innerer Bruch) kann ausgeschlossen werden. Nachteile sind die unnatürliche Entleerungsposition und schlechte Detaildarstellung des Mastdarms.

Uns stehen hier die Gastroenterologen vor Ort mit Ihren langjährigen Erfahrungen zur Verfügung.

Untersuchung mit der Koloskopie

Hierbei wird der Mast- und Dickdarm untersucht und gegebenenfalls die letzten Zentimeter des Dünndarms, bevor dieser in den Dickdarm übertritt. Es wird unterschieden zwischen der vollständigen Dickdarmspiegelung, bei der zumindest die Klappe am Übertritt des Dünn- in den Dickdarm dargestellt (vollständige Koloskopie) oder der Dünndarm eingesehen wird (Ileo-Koloskopie) und der Teilspiegelung des Dickdarmes (z.B. Sigmoidoskopie). Uns steht hierzu modernste Videotechnik zur Verfügung.

Ablauf der Darmspiegelung

Wir werden zu Beginn der Untersuchung bei Ihnen eine Infusion legen. Der untersuchende Arzt verabreicht eine Injektion mit Schmerzmittel und gegebenenfalls ein Schlafmittel.
Das flexible Koloskop wird im Liegen unter Sicht am Monitor und unter Einblasen von Luft in den Darm geschoben. Dies kann insbesondere bei sehr verschlungenem Darm schmerzhaft sein. Nachdem das Ende des Dickdarmes erreicht ist bzw. der Dünndarm eingesehen wurde, wird dann im Rückgang der Dickdarm gründlich eingesehen und evtl. Gewebeproben entnommen oder Polypen entfernt. Die Dauer der Untersuchung liegt zwischen 20 und 40 Minuten.

Nach der Untersuchung

Falls Sie Medikamente zur Sedierung erhalten haben, sollten Sie sich abholen lassen, da das Autofahren für zwölf Stunden untersagt ist.

Untersuchung mit der Rektoskopie

Bei der Mastdarmspiegelung (Rektoskopie) erfolgt die endoskopische Untersuchung des Mastdarms (Rektum), einem etwa 12 bis 15 Zentimeter langen Abschnitt des Enddarms. Bei dieser Untersuchung wird das starre Rektoskop eingesetzt, ein langes Metallrohr. Durch einen kleinen Ballon wird Luft eingeblasen. Dadurch wird der Mastdarm entfaltet und kann eingesehen werden. Der Arzt untersucht die letzten 15-25 cm des Dickdarms. Bei dieser Untersuchung können im eingesehenen Bereich sicher Entzündungen, Polypen und Tumore diagnostiziert werden.

Vorbereitung

Die Qualität der Untersuchung hängt davon ab, wie leer der Mastdarm ist. Wir werden Ihnen eventuell direkt in der Sprechstunde ein Klistier verabreichen. Oder wir geben Ihnen einen Einlauf mit nach Hause, um die Mastdarmspiegelung beim nächsten Besuch durchzuführen.

Hierbei handelt es sich um eine endoskopische Methode zur Untersuchung des Anus, des Analkanals und des unteren Mastdarms.

Methode der Proktoskopie

Nach Austastung des Afters mit dem Finger (Vordehnung) wird ein kurzes Instrument, das Proktoskop, in den After eingeschoben. Eine Lichtquelle mit Glasfaserkabel wird angeschlossen, und der Arzt kann den untersten Teil des Mastdarmes, die Hämorrhoiden und den Afterkanal einsehen. Eine Vorbereitung durch Einlauf oder andere Abführmassnahmen ist hierfür nicht erforderlich. Die Untersuchung ist in der Regel nicht schmerzhaft. Sollte es doch zu Schmerzen kommen, kann dies auf eine mögliche Fissur (Schleimhautriss im Bereich des Afters) hindeuten.

Diagnostik und Behandlung

Hiermit ist es möglich, proktologische Erkrankungen (Schleimhautrisse, Hämorrhoiden) zu diagnostizieren und auch Tumore und mögliche Vorstufen im Anorektalbereich zu identifizieren. Über das Instrument können auch Behandlungen an Hämorrhoiden oder Mastdarmvorfall (Ligatur, Verödung) durchgeführt werden.

Eine Hernie (Bruch) bezeichnet das Vorfallen von Bauchfell durch eine Muskellücke in der Bauchwand (äußerer Bruch) oder im Zwerchfell (innerer Bruch). Tritt Bauchfell aus dem Bauchraum, entsteht ein Bruchsack und die Bauchorgane können nach außen gelangen. Die häufigste Bruchform ist der Leistenbruch.

Etwa vier Prozent der Bevölkerung erkranken an Hernien im Laufe ihres Lebens. Gehäuft treten Hernien im Kindesalter oder zwischen dem 40. Und 50. Lebensjahr auf, Männer bzw. Jungen sind häufiger betroffen.

Die Lücke in den tragenden Bauchwandschichten ist entweder angeboren oder entsteht später z.B. durch eine Narbe nach einer Bauchoperation. Eine weitere Ursache ist starker Druckanstieg im Bauchraum durch Pressen, Husten, Wasseransammlungen oder Tumore.

Neben einer körperlichen Untersuchung lässt sich mittels einer Ultraschalluntersuchung die Lage des Bruchs bestimmen. Röntgenaufnahmen und Computertomographie kommen zum Einsatz, wenn die Diagnose unklar ist. In der Regel werden Hernien operativ behandelt, wobei die Bruchpforte der Hernie in der Bauchwand mit einer Naht und ggf. mit einem Kunststoffnetz als zusätzliche Stabilisierung verschlossen wird. Um die postoperativen Schmerzen zu minimieren und ein möglichst schnelle Mobilisation zu erreichen, stehen neben den offenen Verfahren die laparoskopische minimal invasive TEPP (total extraperitoneale Patch Plastik) oder TAPP (transabdominelle praeperitoneale Netztplastik) zu Verfügung. Welche Behandlungsmöglichkeit für sie dabei in Frage kommt, kann ich mit Ihnen gerne besprechen.

Eine besondere Herausforderung ist die sogenannte Sportlerleiste. Dabei handelt es sich um einen rezidivierenden Belastungsschmerz, der nicht mit der üblichen Leistenhernie erklärbar ist. Eine oft umfangreiche Diagnostik hilft dabei mögliche Ursachen auszuschliessen und die gezielte Therapie einzuleiten.

Was sind Hämorrhoiden?

Jeder Mensch hat Hämorrhoiden. Hierbei handelt es sich um arteriovenöse Gefäßpolster, die ringförmig unter der Enddarmschleimhaut liegen. Sie dienen dem Feinverschluss des Afters und halten hauptsächlich flüssigen Stuhl und Darmwinde zurück. Hämorrhoiden können sich vergrößern. Wird der Analkanal nicht mehr vollständig abgedichtet und/oder entstehen Blutungen spricht man von einem Hämorrhoidalleiden. Meist geht Juckreiz damit einher sowie Nässen und Stuhlschmieren.

Ursachen von Hämorrhoidalleiden

Die Ursachen sind oft Bewegungsmangel, ballaststoffarme Ernährung, Pressen beim Stuhlgang oder unter der Geburt und lange Toilettensitzungen.

Stadien und Therapie

Es werden vier unterschiedliche Stadien unterschieden. Zunächst sind die Hämorrhoiden noch nicht sichtbar oder es ziehen sich Hämorrhoiden, die beim Stuhlgang aus dem After gepresst werden, noch selbst zurück. Im späteren Verlauf ist aber sogar ein Zurückführen mit dem Finger nicht mehr möglich. Salben und Zäpfchen führen nur zu einer Linderung der Symptome.

Im Stadium 1 des vergrößerten Hämorrhoidalplexus werden die Hämorrhoiden verödet (Sklerosierung) oder mit Gummiringen abgebunden (Gummiligaturbehandlung). Ab dem Stadium 2 erfolgt eine ambulant minimal invasive Hämorrhoidenbehandlung durch Radiofrequenz (Rafaelo) mit oder auch ohne Narkose in Lokalanaesthesie.

Falls es sich um einen fortgeschritten Befund mit Analprolaps handelt, kann dieser auch unter kurz stationären Bedingungen mit schonenden Verfahren behandelt werden.
Eine Operation wird erst im fortgeschrittenen Stadium durchgeführt.

Es handelt sich hierbei um chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED), die durch spezialisierte Internisten (Gastroenterologen) behandelt werden. Befällt die Erkrankung den After wird der Proktologe hinzugezogen.

Colitis Ulzerosa

Bei der Erkrankung werden die inneren Schichten der Schleimhaut des Dickdarms zerstört. Neben schwersten Verläufen (mit geplatztem Darm) gibt es auch mildere Verlaufsformen. Oft ist nur der unterste Teil des Mastdarmes betroffen und Afterblutungen treten auf. Sichert die Darmspiegelung, dass es sich nur um eine Entzündung im Afterbereich handelt, kann die Behandlung auch allein durch den Proktologen, z.B. mit entzündungshemmenden Zäpfchen, erfolgen.

Was ist ein Morbus Crohn?

Diese komplexe, chronisch entzündliche Erkrankung kann den ganzen Verdauungstrakt betreffen, vom Mund bis zum Anus. Am häufigsten ist er im Mündungsbereich des Dünndarms in den Dickdarm lokalisiert. Typische Symptome sind Bauchschmerzen, Krämpfe und Durchfälle. Bei bis zu 20 Prozent der Crohnpatienten ist ausschliesslich der After betroffen. Hier treten vor allem Fistelerkrankungen mit Abszessen auf. Durch diese wird eine chirurgische Therapie durch einen Proktologen nötig, da der Schliessmuskel gefährdet ist.

Was sind Feigwarzen?

Feigwarzen (Kondylome) sind kleine, weissliche Warzen am After, im Afterkanal, im Bereich des Penis und der Scheide, die durch Humane Papillomaviren (HPV) übertragen werden. Die Warzen sind harmlos, aber ansteckend.

Entstehung der Kondylome

Die Viruserkrankung wird meist durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Ist ein Partner von Feigwarzen betroffen, sollte sich der andere ebenfalls untersuchen lassen. Kondylome treten gern auf, wenn das Immunsystem geschwächt ist (z.B. bei HIV-Patienten). Sie können sich, wenn es den Patienten körperlich und psychisch gut geht oder die Immunschwäche erfolgreich behandelt wird, wieder zurückbilden.

Therapie der Feigwarzen

Mehrere Fachdisziplinen sind angesprochen, wie Internisten, Hautärzte, Gynäkologen, Urologen und Proktologen, die durchaus unterschiedliche Therapieansätze verfolgen. Zunächst werden meist Salbenpräparate eingesetzt.
Sprechen die Kondylome auf die Salbenbehandlung nicht ausreichend an oder sind im Anus gelegen, können Warzen in Narkose mit Hochfrequenzstrom verödet / verbrannt werden. Einige der Warzen werden vorher für eine feingewebliche Untersuchung entnommen.

Darmspiegelung empfohlen

Krebserkrankungen des Dick- und Mastdarms gehören heute zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen. Wird die Erkrankung rechtzeitig diagnostiziert, ist sie oft heilbar. Mit zunehmendem Lebensalter tritt die Krebserkrankung sehr viel häufiger auf, deshalb wird ab dem 50. Lebensjahr zur Darmspiegelung geraten. Es erkranken aber auch jüngere Menschen an Darmkrebs, vor allem wenn ein familiäres Risiko besteht. Chronisch entzündliche Dickdarmerkrankungen oder Krebserkrankungen anderer Organe erhöhen ebenfalls die Wahrscheinlichkeit, eine bösartige Erkrankung des Darms zu bekommen.

Symptome von Dickdarmkrebs

Dickdarmkrebs entsteht meist aus gutartigen Polypen der Darmwand, die mit zunehmender Grösse bösartig werden können. Mögliche Symptome sind Blutabgänge aus dem After und Veränderungen im Stuhlverhalten, wie z.B. Wechsel von Durchfall und Verstopfung. Spätsymptome sind oft Bauchschmerzen und Gewichtsverlust.

Behandlung von Darmkrebs

Lautet die Diagnose Dick- oder Mastdarmkrebs ist fast immer eine Operation nötig, um eine komplette Heilung zu erreichen. In manchen Fällen sind eine Bestrahlung und Chemotherapie nötig. 80 – 90 Prozent der Erkrankten können geheilt werden, wenn der Krebs rechtzeitig entdeckt und behandelt wird.

Übertreten der Darmwand

Der Mastdarmvorfall, auch Rektumprolaps genannt, bezeichnet das Übertreten der Darmwand innerhalb des Mastdarms selbst oder über den After nach aussen. Der Darm kann nicht mehr vollständig entleert werden, es wird ein wiederkehrender Stuhldrang verspürt. Schmerzen und Blutungen treten auf, ein Fremdkörpergefühl und eine zunehmende Stuhlhalteschwäche. Frauen sind mehr betroffen als Männer.

Ursachen für den Mastdarmvorfall

Eine genaue Ursache lässt sich meist nicht finden. Es kann sich um eine Lockerung des Bindegewebes um den Mastdarm handeln oder auch um eine schlaffe Beckenbodenmuskulatur. Gründe dafür können Operationen im Beckenbereich, ein fortgeschrittenes Alter oder Bestrahlungen sein.

Therapie des Rektumprolaps

Bei leichten Fällen, wenn die Mastdarmwand nicht aus dem After hervortritt, kann erstmal eine Stuhlregulierung vorgenommen werden. Ansonsten sollte eine Operation erfolgen. Hierbei sind zwei Vorgehensweisen möglich. Zum einen kann überschüssiges Darmgewebe abgetragen werden. Zum anderen kann das Bindegewebe des Enddarms umliegend befestigt werden. Die Eingriffe lassen sich entweder vom After oder von der Bauchhöhle aus durchführen. Welcher Eingriff nötig ist, muss individuell entschieden werden.

Was ist eine Analthrombose?

Hierbei handelt es sich um eine schmerzhafte Schwellung am Afterrand, die meist plötzlich, ohne ersichtlichen Grund auftritt. Die Schwellung wird hervorgerufen durch ein Blutgerinnsel in einer Vene am After. Sie wird oft mit Hämorrhoiden verwechselt, Analvenenthrombosen bluten meist aber nicht. Thrombosen treten häufig akut nach dem Sitzen auf kalten Flächen, nach körperlicher Anstrengung oder bei Frauen während der Periode auf.

Behandlung der Analthrombose

Analthrombosen bilden sich meist nach wenigen Tagen oder Wochen von selbst zurück. Spezielle Salben können in leichteren Fällen den Rückgang der Thrombose beschleunigen. Bei starken Schmerzen können schmerzlindernde Salben mit Lokalanästhetika verwendet werden.

Operativer Eingriff

Ein operativer Eingriff ist in der Regel nicht notwendig. Eine Operation wird nur vorgenommen, wenn die Schmerzen unerträglich sind oder der Thrombus zu platzen droht oder bereits geplatzt ist und eine Infektion droht. Der Eingriff wird unter lokaler Betäubung durchgeführt. Die Nachbehandlung erfolgt mit Sitzbädern und Salbenanwendungen.

Was ist ein Afterriss?

Bei einer Überdehnung des Afterkanals, zum Beispiel durch harten Stuhlgang, kann es zu einem Einriss in der empfindlichen Afterhaut kommen. Dies bezeichnet man als Analfissur. Bei und nach der Stuhlentleerung verursacht dieser extreme Schmerzen, die stundenlang andauern können. Hellrotes Blut ist oft auf dem Stuhl oder auf dem Toilettenpapier zu finden.

Ursachen von Analfissuren

Die Ursachen liegen meist in sehr festem Stuhlgang, es kann aber auch an Durchfall oder Entzündungen der Afterregion und des unteren Mastdarms liegen. Eine akute Fissur hängt meist mit veränderten Stuhlgewohnheiten zusammen. Chronische Fissuren (länger als ein Monat) sind entweder durch seltene Stuhlentleerung, hohen Schliessmuskeldruck oder ein anderes medizinisches Problem begründet.

Behandlung der Fissur

Die akute Fissur heilt in 90 Prozent der Fälle ohne Eingriff aus. Ziel ist es, den Stuhl zum Beispiel mit Quellstoffen, Stuhlweichmachern und vermehrter Flüssigkeitszufuhr weich zu machen, um eine Verstopfung zu verhindern. Bei einer chronischen Fissur kann eine zusätzliche Behandlung erforderlich werden. Falls die Analfissur nicht ausheilt, kann eine chirurgische Intervention nötig sein.