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Defäkographie

Zwei Untersuchungsarten

Defäkographie ist die Analyse der Darmentleerung und des Beckenbodens. Diese Untersuchung wird erforderlich bei Mastdarmvorfall, Stuhlentleerungsstörungen oder komplexen Beckenbodenerkrankungen und kann mittels Röntgendurchleuchtung (konventionelle Defäkographie) oder MRT erfolgen. Ihr Arzt wird Ihnen je nach Befund zur einen oder anderen Untersuchung raten.

Konventionelle Defäkographie

Sie bekommen einen Kontrastmitteleinlauf (Barium) verabreicht. Dann müssen Sie auf einer für Röntgenstrahlen durchlässigen Toilette den Anweisungen des Röntgenarztes / der Röntgenärztin folgen (Kneifen, Pressen und den Einlauf entleeren). Der Vorgang der Stuhlentleerung wird in Durchleuchtung gefilmt und bietet eine sehr gute Darstellung des Mastdarmes und evtl. Mastdarmvorfalles in relativ natürlicher Position für die Stuhlentleerung. Nachteile sind Strahlenbelastung und die fehlende Darstellung der anderen Beckenorgane.

MRT

Der Radiologe analysiert die Darmentleerung bei liegenden Patienten mittels MRT. Es wird Ihnen ein Kontrastmitteleinlauf (wässriges Gel) verabreicht. Sie werden dann in die MR Röhre gefahren und müssen dort den Anweisungen des Röntgenarztes / der Röntgenärztin folgen (Kneifen, Pressen und den Einlauf entleeren). Das Kontrastmittel muss in eine Windelhose entleert werden. Sie haben bei dieser Untersuchung keine Strahlenbelastung und alle Beckenorgane des Pressvorganges werden dargestellt. Eine sogenannte Enterozele (innerer Bruch) kann ausgeschlossen werden. Nachteile sind die unnatürliche Entleerungsposition und schlechte Detaildarstellung des Mastdarms.