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Hernien

Eine Hernie (Bruch) bezeichnet das Vorfallen von Bauchfell durch eine Muskellücke in der Bauchwand (äußerer Bruch) oder im Zwerchfell (innerer Bruch). Tritt Bauchfell aus dem Bauchraum, entsteht ein Bruchsack und die Bauchorgane können nach außen gelangen. Die häufigste Bruchform ist der Leistenbruch.

Etwa vier Prozent der Bevölkerung erkranken an Hernien im Laufe ihres Lebens. Gehäuft treten Hernien im Kindesalter oder zwischen dem 40. Und 50. Lebensjahr auf, Männer bzw. Jungen sind häufiger betroffen.

Die Lücke in den tragenden Bauchwandschichten ist entweder angeboren oder entsteht später z.B. durch eine Narbe nach einer Bauchoperation. Eine weitere Ursache ist starker Druckanstieg im Bauchraum durch Pressen, Husten, Wasseransammlungen oder Tumore.

Neben einer körperlichen Untersuchung lässt sich mittels einer Ultraschalluntersuchung die Lage des Bruchs bestimmen. Röntgenaufnahmen und Computertomographie kommen zum Einsatz, wenn die Diagnose unklar ist. In der Regel werden Hernien operativ behandelt, wobei die Bruchpforte der Hernie in der Bauchwand mit einer Naht und ggf. mit einem Kunststoffnetz als zusätzliche Stabilisierung verschlossen wird.

Eine besondere Herausforderung ist die sogenannte Sportlerleiste. Dabei handelt es sich um einen rezidivierenden Belastungsschmerz, der nicht mit der üblichen Leistenhernie erklärbar ist. Eine oft umfangreiche Diagnostik hilft dabei mögliche Ursachen auszuschliessen und die gezielte Therapie einzuleiten.