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Operationen bei Pilonidalfisteln oder Abszess

Eine Operation der Steissbeinfistel kann erforderlich sein.

Herkömmliche Operation

Bei der klassischen Operation wird die Fistel meist mit Methylenblau gefärbt, um das gesamte betroffene Gewebe grossflächig zu entfernen. Die Operation erfolgt in der Regel unter Narkose, in weniger schweren Fällen auch unter örtlicher Betäubung. In der Regel wird die Wunde offen gelassen, es werden Rezidivraten (Wiederauftreten der Erkrankung) von bis zu 20 Prozent angegeben. Ein Wundverschluss hat eine hohe Rate an Wundheilungsstörungen (40 Prozent).

Pit-Picking (Methode nach Bascom)

Beim „Pit-Picking“ werden nur die kleinen Ausgangspunkte der Entzündung, die eingewachsenen Haarfollikel („pits“) ausgeschnitten. Die Fistel wird unter Schonung des umgebenden Gewebes freipräpariert. Eine radikale Ausschneidung findet meist nicht statt.

Operation nach Karydakis

Bei diesem alternativen Operationsverfahren wird ein Haut-/Unterhautlappen nach Ausschneiden des erkrankten Gewebes auf die Gegenseite gezogen und hierdurch die Gesässfalte aus der Mittellinie genommen und flacher. Es gibt mehrere Varianten dieser Operationsmethode bis hin zu aufwändigen Lappenplastiken, die die Wunde bzw. Narbe aus der Mittellinie verlagern, um Wundheilungsstörungen und Wiederauftreten der Erkrankung zu verhindern.